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Yorkshire

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  Summary  

Yorkshire ist eine „Traditionelle Grafschaft“ in Nordengland und flächenmäßig mit Abstand die größte traditionelle Grafschaft des Vereinigten Königreichs. Aufgrund ihrer Größe wurden deren Funktionen im Laufe ihrer Existenz zunehmend von mehreren Untereinheiten übernommen. Trotz zahlreicher territorialer Veränderungen im Laufe der Jahrhunderte bewahrte sich Yorkshire seine Bedeutung als geografische Bezeichnung sowie als Kulturraum. Der Begriff ist im allgemeinen Sprachgebrauch der Bevölkerung sowie in den Medien und dem Militär weit verbreitet und wird häufiger als die Bezeichnungen der Untereinheiten gebraucht. Yorkshire wird von seinen Bewohnern oft auch als God's Own County bezeichnet.

Die Grafschaft wird durch die Weiße Rose des Hauses York repräsentiert. Sie ist zentraler Bestandteil der Flagge Yorkshires, die am 29. Juli 2008 in seiner heutigen Form vom Flag Institute offiziell beglaubigt wurde. Der Yorkshire Day ist ein traditioneller Festtag, an dem die Kultur Yorkshires aktiv vorgelebt wird.

Der Name der Grafschaft setzt sich aus der Endung -shire (von engl. shire = „Grafschaft“) sowie aus York, dem Namen der historischen Hauptstadt zusammen. Wörtlich übersetzt bedeutet der Name also: „Der zu York gehörende Teil “.

  History  

  Zeitalter der Kelten
Die Briganten und Parisier waren zwei den Kelten angehörige Stämme und stellten die ersten sesshaften Siedler auf dem Gebiet Yorkshires dar. Die Briganten kontrollierten ein Gebiet, das später das North und West Riding werden sollte. Damit waren sie der keltische Stamm, dessen Gebiet die größte Ausdehnung auf englischen Territorium hatte. Isurium Brigantum war der Hauptort der civitas der Briganten. Sechs der neun von Claudius Ptolemaeus in seinem Atlas Geographike Hyphegesis beschriebenen brigantischen Poleis befanden sich auf dem Gebiet des heutigen Yorkshire. Die Parisier siedelten im Gebiet des heutigen East Riding. Deren Hauptort Petuaria befand sich am Nordufer des Humberästuars. Im Jahre 43 v. Chr. begann die Eroberung Britanniens durch die Römer. Sie überließen den Kelten zwar weiterhin die Kontrolle über ihr Reich, erlangten aber de facto die Macht über das Klientelkönigtum.

  Römische Besatzung


Cartimandua, die Königin der Briganten, ließ sich aus unbekannten Gründen von Venutius scheiden und nahm dessen Waffenträger Vellocatus zum neuen Gemahl. Aufgrund ihrer guten Verbindungen zu den Römern konnte sie die Kontrolle über das Reich übernehmen. Im zweiten Versuch gelang es Venutius jedoch, die Herrschaft wieder an sich zu reißen. Im Jahr 71 n. Chr. wurde das Gebiet schließlich von den Truppen Quintus Petillius Cerialis' erobert.

Unter römischer Herrschaft konnte sich die Gegend konstant entwickeln. Eboracum wurde von den Römern zur Hauptstadt der römischen Provinz Britannia inferior sowie von ganz Großbritannien erklärt. In den letzten beiden Lebensjahren des Feldherren Septimius Severus wurde von ihm das Imperium Romanum von Eboracum aus regiert.

Kaiser Constantius I. starb in Yorkshire während eines Besuches im Jahre 306 n. Chr. vor den Augen seines Sohnes Konstantin, der danach durch seine Verdienste um das Christentum berühmt wurde. Im Verlauf des fünften Jahrhunderts verließen im Zuge des Zerfalls des Römerreiches die letzten römischen Truppen die Insel. Dies führte zu einem wirtschaftlichen Niedergang und massiven Bevölkerungsrückgang in großen Teilen Englands.

  Zweite Keltenperiode und Angelsachsen
Nach dem Rückzug der Römer konnten sich mit dem Königreich Ebrauc und dem bekannteren Königreich Elmet wiederum zwei kleine keltische Reiche in Yorkshire entwickeln. Elmet erstreckte sich vom Tal von York bis zur Wasserscheide der Pennines, wobei die Flüsse Sheaf im Süden und Wharfe im Osten dort die ungefähren Grenzen bildeten. Im Norden grenzte Elmet an das angelsächsische Königreich Deira und im Süden an das ebenfalls angelsächsische Mercia. Im Westen Elmets befand sich das ebenfalls keltische Gebiet Craven, erhalten im Namen des heutigen Districts Craven, das ein kleineres britisches Königreich gewesen zu sein scheint. Elmet wurde 616 von Deira unter dessen König Edwin erobert und in das angelsächsische Königreich, das später zu Northumbria wurde, eingegliedert. Bei seiner größten Ausdehnung erstreckte sich Northumbria von der Irischen See bis zur Nordsee und von Edinburgh bis nach Hallamshire in South Yorkshire.

  Königreich Jórvík

Eine aus dänischen Wikingern bestehende Armee, genannt das Große Heidnische Heer, drang im Jahr 866 in Northumbria ein. Nach der Eroberung von Eboracum wurde die Stadt in Jórvík umbenannt und zur Hauptstadt eines neuen dänischen Königreiches mit selbem Namen erhoben. Die Ausdehnung des Reiches entsprach dem südlichen Teil Northumbrias sowie in etwa dem heutigen Yorkshire.

Die Dänen zogen weiter und brachten eine gar noch weitläufigere Gegend auf dem Gebiet des heutigen England in ihre Kontrolle, die später den Namen Danelag erhalten sollte. Nicht zuletzt die Wikinger sorgten dafür, dass der Handel zwischen den Britischen Inseln, Nordwesteuropa, den Anrainergebieten des Mittelmeeres sowie dem Mittleren Osten eine Blütephase erlebte.


Das Königreich wurde 875 vom Dänen Halfdan Ragnarsson gegründet, die meiste Zeit von dänischen Königen beherrscht und von den Familien bzw. Nachkommen der Wikinger bevölkert. In den letzten Jahren seiner Existenz glitt es jedoch allmählich in die Hände der Norweger. Erik I. war ein machtbesessener Regent, der das norwegische Recht in ganz Jórvík durchzusetzen gedachte.

Nach über 100 Jahren brisanter Existenz ging die Ära des Königreich Jórvík zu Ende. An seiner Stelle wurde nun das englische Königreich Wessex errichtet, das Northumbria eine gewisse Autonomie zugestand. Die englischen Könige respektierten die Sitten der norwegischstämmigen Einwohner und überließen die Gesetzgebung dem im Land lebenden norwegischen Adel.

  Normannische Eroberung

In den Wochen vor der Schlacht bei Hastings 1066 wurde König Harald II. durch andere Vorgänge in Yorkshire abgelenkt. Sein Bruder Tostig Godwinson und Harald III., der König von Norwegen, planten nach der gewonnenen Schlacht bei Fulford eine Machtübernahme im Norden Englands. Der englische König marschierte mit seiner Armee nach Norden, wo sie in der Schlacht von Stamford Bridge auf das Heer von Tostig und Harald III. traf. Dabei wurde das norwegische Heer entscheidend geschlagen und seine beiden Heeresführer getötet. Harald II. musste seine Armee jedoch sofort wieder nach Süden verlegen, wo Wilhelm der Eroberer an Land ging. Der König wurde von Wilhelm bei Hastings geschlagen und dadurch England von den Normannen erobert.

Die Landbevölkerung Nordenglands rebellierte im September 1069 gegen ihre Unterdrückung durch die Normannen. Als sie versuchte, die Kontrolle über York an sich zu reißen, ließen die Normannen die Stadt niederbrennen. Was folgte, war ein Rachefeldzug Wilhelms gegen die Bevölkerung, der als Harrying of the North in die Geschichte einging. Dabei wurde den Einwohnern durch das Verwüsten von Feldern und Dörfern jegliche Lebensgrundlage genommen, sodass weite Landstriche in Yorkshire entvölkert wurden. Jeglicher Widerstand, der den Normannen dabei begegnete, wurde konsequent niedergeschlagen. Viele derer, die den Überfall überlebten, verhungerten im Laufe des folgenden Winters. Der Chronist Ordericus Vitalis schätzte allein die Anzahl der an Unterversorgung verstorbenen Menschen auf über 100.000.


Im Zeitalter der Normannen erfolgte die Gründung vieler Klöster sowie heute bedeutender Städte wie Barnsley, Doncaster, Hull, Leeds, Scarborough, Sheffield und anderen. Lediglich Bridlington, Pocklington und vor allem York weisen eine antike Vorgeschichte auf.

Im 12. Jahrhundert war Yorkshire nahe Northallerton der Schauplatz der Standartenschlacht, einem Thronfolgekrieg um den englischen Thron zwischen dem schottischen und englischen Heer.

Die Bevölkerung wuchs stetig, bis sie in den Jahren von 1315 bis 1322 von einer großen Hungersnot heimgesucht wurde. Um 1349 wurde Yorkshire schließlich vom Schwarzen Tod heimgesucht, der etwa ein Drittel der damaligen Bevölkerung dahinraffte.

  Rosenkriege


Nach dem Sturz von Richard II. im Jahre 1399 begann sich zwischen den Adelshäusern York und Lancaster, Zweige des Hauses Plantagenet, eine Rivalität zu entwickeln. Die Häuser kämpften bald in einer Reihe kriegerischer Auseinandersetzungen um den englischen Königsthron. Manche dieser Rosenkriege wie die Schlachten von Wakefield und Towton fanden in Yorkshire statt, letztere wird als die blutigste auf englischem Boden bezeichnet. Richard III. war der letzte König des Hauses York.

Heinrich VII. vom Hause Lancaster tötete Richard bei der Schlacht von Bosworth und wurde so König von England. Er heiratete Elizabeth of York, Tochter des Yorkisten Eduard IV. und beendete so die Kriegesserie. Die weiße Rose des Hauses York wurde sogleich mit der roten Rose von Lancaster zur Tudor-Rose vereinigt. Die alte Rivalität zwischen den früheren Adelshäusern hat sich bis heute vor allem bei Sportereignissen zwischen Yorkshire und Lancashire erhalten. Die prestigeträchtigsten Duelle stellen dabei das Roses Match zwischen den Cricket-Mannschaften der beiden Grafschaften sowie das Roses Tournament zwischen den Universitäten von York und Lancaster dar.

  Bürgerkrieg und Textilindustrie
Die Entwicklung der Wollindustrie konzentrierte sich auf das West Riding, wo viele angehende Unternehmer an Flüssen ihre durch Wasserkraft angetriebenen Mühlen errichtet hatten. Vor allem die Städte Wakefield und Halifax prosperierten in der Blütephase dieser Industrie enorm.


Die Reformation setzte unter König Heinrich VIII. in Yorkshire ein. Die damit verbundene Auflösung der englischen Klöster im Jahre 1536 führte zur sogenannten Pilgrimage of Grace. Katholiken, die weiterhin ihren Glauben praktizierten, wurden gefangen genommen und unter der Regentschaft von Königin Elisabeth I. hingerichtet.

Während des Englischen Bürgerkrieges, der 1642 zwischen dem König und dem Parlament entflammte, teilte sich Yorkshire in verschiedene Lager. Dem König wurde kurz vor Ausbruch des Krieges der Einlass in die Stadt Hull verwehrt, während sich das North Riding teilweise sehr loyal zu ihm zeigte. Die Hochburg der Royalisten war York; von dort aus eroberten sie die Städte Leeds und Wakefield. Mit der gewonnenen Schlacht von Adwalton Moor übernahmen sie mit Ausnahme von Hull die Kontrolle über ganz Yorkshire. Das Heer der Parlamentarier konnte das Land jedoch schon bald wieder Stück für Stück zurückerobern und errang in der Schlacht von Marston Moor den entscheidenden Sieg über die königlichen Truppen. Den Royalisten ging damit die Kontrolle über ganz Nordengland verloren.

Im 16. und 17. Jahrhundert konnten sich die Wollezentren Yorkshires weiter entwickeln, während allmählich die Kohleförderung im West Riding begann. Der Ausbau von Straßen und Kanälen wurde im 18. Jahrhundert intensiviert. Im 19. Jahrhundert entwickelten sich die Orte Harrogate und Scarborough aufgrund der dem Mineralwasser zugeschriebenen heilenden Wirkung zu bekannten Bädern in England.

  Modernes Yorkshire

Das 19. Jahrhundert umfasste eine industrielle Revolution, insbesondere in den Bereichen Kohle, Textilien und Stahl . Durch die rasante Bevölkerungsentwicklung waren Krankheiten wie Cholera die Folge. Verbesserungen der Hygiene konnten jedoch schon zum Ende des Jahrhunderts durch das Einrichten einer Kanalisation sowie einer Wasserversorgung mit Leistungswasser erreicht werden. Die Installierung eines Eisenbahnnetzes erleichterte gleichzeitig die Mobilität auch in zuvor abgelegene Gebiete Yorkshires. 1889 wurden für die drei Ridings Grafschaftsräte eingeführt, große Städte mit der großen Mehrheit der Bevölkerung wurden dabei aber über sogenannte County Boroughs unabhängig verwaltet.

Während des Zweiten Weltkrieges spielte Yorkshire mit seiner RAF Bomber Command eine wichtige Rolle. In den 1970ern wurde Yorkshire wie auch das ganze Vereinigte Königreich umfangreichen Verwaltungsreformen unterzogen. Durch den umstrittenen Local Government Act 1972 verlor Yorkshire 1974 seine administrative Funktion. Die daraufhin errichtete Grafschaft Humberside im Südosten wurde 1996 jedoch schon wieder aufgelöst und stattdessen die neue Unitary Authority East Riding of Yorkshire gebildet. Gleichzeitig wurde die Region Yorkshire and the Humber gegründet, deren Grenzen sich grob mit jenen des historischen Yorkshire ähneln.

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